Advent, Advent – Türchen 13 bis 16

Mit dem pünktlich wird das wohl nichts mehr. Ich hoffe, ihr könnt mir das verzeihen. So langsam rückt Weihnachten ja doch immer näher. Na, wer freut sich schon darauf? So richtig nach Weihnachten ist mir ja gar nicht. Aber vielleicht kommt das noch.

Ohne große Umschweife kommen wir gleich zum 13. Tütchen. Sinterklaas heißt es und ist natürlich den Niederlanden gewidmet, wo der Nikolaus immer leicht rassistisch mit dem Zwarte Piet daher kommt. Ein sehr gutes Beispiel dafür, dass man auch mal Traditionen abschaffen darf. Aber weg von der Politik und hin zum Inhalt des Tütchens. Das kommt in rot, weiß und goldenem Glitzer daher und besteht aus Bio-Nylon, Wolle, Viskose und Stellina. Eine schöne Faser und Glitzer ist immer toll.

Tütchen Nr. 14 nimmt uns mit nach Spanien zu der weihnachtlichen Mitternachtsmesse Misa de Gallo. Manx Loaghtan, Corriedale und Bambus sind in diesem Kammzug in den Farben von durch Kerzenschein beleuchtete Kirchenfenster. Hätte ich mir so nie gekauft, aber es ist eine wirklich tolle Farbkombination.

Weiter gehts mit Tütchen Nr. 15 und dem Heimatland meines Mannes. Krampus heißt es und ist damit dem dämonischen Gehilfen des Nikolauses gewidmet. Ich bin noch immer ein wenig traurig, dass wir es nie geschafft haben, uns gemeinsam einen Krampuslauf anzuschauen. Das ist schon ein sehr faszinierendes Spektakel. Aber da meine Schwiegereltern ja noch in Österreich leben, ergibt sich das sicher noch irgendwann. So urig wie der Krampus ist auch dieser Kammzug. Zumindest von der Optik. Enthalten sind nämlich Mohair, Merino, Viskose und Bambus. Die Kombination grau mit blau habe ich ja wirklich lieben gelernt und hier hab ich wieder eine schöne Mischung damit.

Zum Schluss geht es mit Tütchen Nr. 16 in die Ukraine. Durch den Krieg haben sicher viele Menschen aus der Ukraine ihre Bräuche mit hierher gebracht, sehr bekannt dürfte Pavuchky trotzdem kaum bekannt sein. Es ist auch nichts für jeden. Dabei handelt es sich nämlich um die Legende um eine Spinne. Diese besagt, dass in einem Sommer ein Tannenzapfen auf den Erdboden in der Hütte einer armen Witwe und ihrer Kinder fiel und daraus ein Baum wuchs, den die Familie hegte und pflegte. Allerdings waren sie zu arm, um sich am Weihnachtsabend Weihnachtsschmuck leisten zu können. Am nächsten Morgen war der Baum gänzlich in Spinnweben gehüllt, die sich in Gold und Silber verwandelten, als das Sonnenlicht auf sie traf. Deswegen findet sich in ukrainischen Weihnachtsbäumen oft Schmuck in Form von Spinnenweben. Der Kammzug dieses Tütchens ist dann auch in den Farben des Weihnachtsbaumes, der mit Spinnenweben bedeckt ist, die sich in Silber verwandelt. Die Fasern sind Shetlandwolle, Eri Silk und Maulbeerseide.

Und damit sind wir schon wieder durch für heute.

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