Spindelparade

Ich bin mir nicht sicher, ob ich das schon erwähnt habe, aber ich liebe Spindeln. Und mittlerweile habe ich auch einige davon in meinem Besitz. Naja, eigentlich ist das schon eine recht beachtliche Sammlung, die aber noch lange nicht komplett ist. Es gibt nämlich noch einige schöne Stücke da draußen, die ich doch ganz gern hätte. Bis dahin möchte ich euch aber meine bereits vorhandenen Spindeln vorstellen.

Handspindeln Übersicht
Sammlung verschiedener Handspindeln

Das sind sie, die Schätzchen. Wer Lust hat, kann jetzt natürlich zählen, wie viele es sind. Ansonsten möchte ich euch nachfolgend alle einzeln vorstellen. Anfangen werde ich dabei mit der größten Spindel. Und dann arbeite ich mich von links nach rechts durch. Viel Spaß beim Schauen!

Navajo-Spindel
Navajo-Spindel

Die Navajo-Spindel stammt aus Australien von BeardedDragonsLair. Ihr Schaft ist aus Tasmanischer Eiche und der Wirtel aus Jarrah. Die untere Spitze ist mit einem dünnen Blech ummantelt, um die Abnutzung zu minimieren. Sie ist 80,5 cm lang und wiegt 111 g. Gesponnen wird sie unterstützt auf dem Boden stehend.

Die nächsten Spindeln habe ich euch bereits in einem anderen Beitrag vorgestellt. Ich möchte sie hier aber trotzdem nochmal zeigen.

Galicische Spindel
Spanische Spindel aus Galicien

Als erstes wäre da die galicische Spindel. Sie ist aus Eschenholz, ist 31,5 cm lang und wiegt 45 g. An der oberen Spitze hat sie eine Spirale, in der der Faden beim Spinnen geführt wird. Diese Spindel ist eine typische europäische Spindel, die mit Rocken benutzt und zum Spinnen in der Hand gehalten wird.

Die nächste Spindel ist die Tahkli, deren Wirtel eine alte irische Münze ist. Ihr Schaft ist aus Messing, sie ist 22 cm lang und wiegt ca. 17 g.

Spindelreplik Frankreich 11. Jh.
Spindelreplik Frankreich 11. Jh.

Weiter geht’s mit einem für mich ganz besonderen Stück, der Spindel-Replik aus dem 11. Jahrhundert. Sie ist aus Ahorn gefertigt und mit 21 cm Länge und 16 g recht klein und filigran. Auch sie wird auf die europäische Art mit Rocken gesponnen. Hier ist es zudem vorstellbar, dass zusätzliche Wirtel verwendet wurden.

Doppelwirtelspindel
Doppelwirtelspindel aus Saragossa

Die nächste Spindel ist eine Zwirnspindel mit zwei Wirteln aus Saragossa (Spanien). Sie ist ohne Haken 23 cm lang und wiegt 27 g. Sie wird durch drehen am längeren unteren Ende, etwa am Oberschenkel, in Bewegung gesetzt.

Chac-Chac
Chac-Chac

Jetzt sind wir bei einer eher ungewöhnlichen Spindel, einer peruanischen Chac-Chac (Rassel). Das Besondere an dieser Spindel ist der lose Holzring, der sich um den Wirtel befindet und nicht etwa nachträglich angebracht wird, sondern beim Drechseln der Spindeln gleich aus dem Holz mit herausgearbeitet wird, was gar nicht so einfach ist. Wohl der Hauptgrund, warum es nur weniger Drechsler gibt, die solche Spindeln anfertigen. Diese Chac-Chac stammt von StraddleCreekSpins aus Illinois (USA). Der Schaft ist aus Zuckerahorn und der Wirtel aus Virginischem Wacholder. Die Spindel ist in rot und blau gebeizt, was ihr einfach fabelhaft steht. Sie wiegt 28 g und ist 27,5 cm lang.

Spindel aus Fachwerksbalken
Spindel aus Fachwerksbalken

Die nächste in der Reihe ist eine eher unscheinbare Spindel, eine „Mini-Spindel aus seltenen Hölzern“ vom Wollschaf. Das Holz stammt von einem „Fachwerksbalken aus Eiche von 1835.“ Sie ist 22 cm lang und wiegt 15 g.

Spindel mit Knochenwirtel
Spindel mit Knochenwirtel

Und schon sind wir wieder bei einem besonderen Stück. Besonders ist hier vor allem der Wirtel. Er ist aus einem meiner Lieblingsmaterialien – Knochen. Dieses hübsche Stück habe ich auf der Reenactor-Messe in Minden von meinem Lieblingsknochenschnitzer Bikkel en Been erstanden. Der Wirtel ist wie schon gesagt aus Knochen und mit wunderschönen Kreisaugen verziert. Der Stab hat eine Länge von 24,5 cm und sie wiegt 22 g.

Russische Spindel
Russische Spindel

Nun sind wir bei den ersten alten Spindeln angekommen. Die erste stammt aus Russland. Sie ist 35 cm lang und wiegt 29 g.

Französische Spindel
Französische Spindel

Die nächste alte Spindel ist eine Französin. Sie ist 29 cm lang, wiegt 25 g und hat am oberen Ende eine spiralförmige Einkerbung. Der untere Teil wirkt, als wäre er abgeschliffen worden. Warum? Keine Ahnung. Möglicherweise befand sich dort eine Metallspitze. Vielleicht aber auch nicht. Sie ist eine typische Vertreterin der europäischen Spindeln.

Knochenspindel
Knochenspindel

Bei der nächsten Spindel bin ich mir nicht wirklich sicher, ob sie tatsächlich zum Spinnen oder nur als Deko gedacht ist. Da ich auch nicht weiß, wer sie hergestellt hat (Infos hierzu sind gern willkommen), bleibt die Frage vorerst auch unbeantwortet. Sie ist komplett aus Knochen und mit 14 cm Länge echt winzig, dafür mit 17 g aber verhältnismäßig schwer. Hübsch ist sie trotzdem.

Spindel Müllerin
Spindel Müllerin

Hier kommt die Müllerin. Sie ist hier in die erste Spindel von Hummel-Spindeln. Ein paar folgen noch. Ihr Wirtel ist aus Nussbaum und ihr Stab aus Ahorn.  Sie ist 23 cm lang und wiegt 18 g. Was ich an den Hummel-Spindeln sehr mag ist der gedrechselte Stab. Direkt unterhalb des Wirtels lässt sich prima der Anfang des Garns befestigen und wenn man das gesponnene Knäuel abzieht, hat man ihn gleich und muss nicht erst suchen.

Portugiesische Spindel
Portugiesische Spindel aus Bubinga

Nun kommen wir wieder zu einer europäischen Spindel, diesmal aus Portugal. Sie ist aus Bubinga, 25 cm lang und wiegt 30 g. Sie hat wie viele Spindeln dieses Typs oben eine spiralförmige Einkerbung. Und wo gibt’s so ein hübsches Stück? Natürlich direkt in Portugal bei Saber Fazer.

Tahkli
Tahkli

Hier haben wir wieder eine Tahkli, allerdings die Standard-Ausführung. Der Schaft ist aus Stahl und der Wirtel aus Messing. Sie ist 18 cm lang und wiegt 18 g. Die Tahkli bekommt ihr z. B. bei etrade India. Den Link findet ihr beim Post zur Book-Charkha.

Jetzt sind wir wieder bei einem besonderen Stück angekommen. Die kleine Schönheit heißt „Cherries in the Snow“ und ist eine unterstützte Spindel mit Glasspitze. Spindeln mit Glas gibt es ja mittlerweile viele, aber die von mingoasho gehören für mich persönlich zu den Schönsten. Sie ist aus Vogelaugenahorn und Chechen und ist mit filigraner Brandmalerei verziert. Die Spindel ist 28,5 cm lang und wiegt 45 g. Besonders toll fand ich, dass die Spindel in einem bemalten Beutelchen und mit einem Gedicht bei mir ankam.

Russische Spindel Arina
Russische Spindel Arina

Und noch eine unterstützte Spindel. Diese heißt Arina und ist eine Spindel russischen Typs von Hummel-Spindeln. Sie ist aus Buche und hat eine Metallspitze. Arina ist 30,5 cm lang und wiegt 31 g.

Ukrainische Spindel
Ukrainische Spindel

Die nächste ist wieder eine alte Spindel, diesmal eine unterstützte Spindel aus der Ukraine. Sie hat sich, während ich den ersten Teil meiner Yakwolle verarbeitet habe, tatsächlich als meine Favoritin unter den unterstützten Spindeln herausgestellt. Egal welche Schale man verwendet, sie läuft einfach am besten, während die anderen diesbezüglich durchaus Mimosen sein können. Die Spindel ist 28 cm lang und wiegt 20 g.

Als nächstes kommt eine Spindel mittelalterlicher Art, wobei die Bezeichnung ja auch irreführend ist. Mehr dazu aber bei der nächsten Spindel. Zwar besteht die Spindel aus Spindelstab und Wirtel, sie kann aber insofern nicht als Rekonstruktion bezeichnet werden, da der Stab an der Stelle, wo der Wirtel sitzt, schmäler ist als direkt darüber. Der Spindelstab besteht aus Esche und der Wirtel aus Speckstein. Sie ist 32 cm lang und wiegt insgesamt 28 g, der Wirtel wiegt 21 g. Oben hat der Stab eine kleine Einkerbung für den besseren Halt des gesponnenen Fadens. Erstanden habe ich sie bei medievalcraft.eu auf der Reenactor-Messe in Minden.

Spindelstab und Wirtel
Spindelstab und Wirtel

Jetzt kommt die „Mutter“ aller europäischen Spindeln bestehend aus Spindelstab und Wirtel. Meist werden diese Spindeln mittelalterliche Spindeln genannt. Allerdings zeigen Funde von Spinnwirteln aus dem Neolithikum (etwa im GNM in Nürnberg, Bilder darf ich hier leider nicht zeigen), dass die Idee dazu nicht ganz so neu ist. Spindelstäbe aus Holz haben sich nur selten erhalten. Dieser Spindelstab entspricht einem archäologischen Fund aus Bergen, Norwegen aus dem 12. Jh. Er ist aus Buche, ist 27,5 cm lang und wiegt 10 g. Für diesen Spindelstab habe ich 3 Wirtel aus Ton (13 g, 18 g und 23 g) und einen aus Kalkstein (36 g), der in der Form einem Spinnwirtelfund meiner LH-Darstellungszeit entspricht. Zu kaufen gibt es Spindelstab und Wirtel bei pallia.net. Übrigens verlinke ich hier bewusst nicht nur den Shop, denn der Blog ist absolut lesenswert. Von wem kann man wohl die kompetentesten Informationen auch zu diesem Thema erhalten, wenn nicht von einer Textilarchäologin?

Kommen wir zu meiner einzigen Kreuzspindel. Während ältere Spindeln dieser Art oft recht kunstvoll verziert sind, sind moderne Kreuzspindeln eher langweilig und sehen irgendwie alle gleich aus. Deshalb ist mein Bedarf an diesem Spindeltyp eher gering. Wenigstens eine sollte trotzdem in meiner Sammlung sein und letztlich ist es dieses hübsche Stück von den Werkstätten des Wahnsinns geworden. Sie ist aus Eiche und Kirsche, wiegt 26 g und ist 25 cm. Die Flügel haben eine Länge von 10 cm. Am oberen Ende des Spindelstabs ist eine Einkerbung für den Faden.

Europäische Spindel
Europäische Spindel

Über die nächste Spindel weiß ich leider so gut wie gar nichts, da sie ein Geschenk war. Sie ist eine Spindel europäischen Typs und könnte entsprechend der Form und Verzierung aus Russland stammen. Mit 37 cm Länge ist sie echt groß, dafür wiegt sie jedoch nur 25 g.

Europäische Spindel
Europäische Spindel

Auf diese Spindel trifft im Prinzip das Gleiche zu wie auf die vorherige. Auch sie würde ich als aus Russland stammend einordnen. Die Spindel wiegt 22 g und ist 32,5 cm lang. Auch wenn ich über die beiden Spindeln eigentlich nichts weiß, kann ich sagen, dass diese Spindeln aufgrund ihrer Länge prima für größere Mengen Garn geeignet sind. Leider sind diese beiden Spindeln auch verhältnismäßig im schlechtesten Zustand aufgrund diverser Beschädigungen und Wurmlöcher. Selbige scheinen aber zum Glück bereits vor längerer ausgezogen zu sein.

Spindel aus der Ukraine
Spindel aus der Ukraine

Hier ist meine zweite Spindel aus der Ukraine. Irgendwie ähnlich, aber doch auch ganz anders als die andere. Vor allem ist sie größer und deutlich schwerer als die andere. Sie wiegt 42 g und ist 32,5 cm lang.

Spindel französischer Art
Spindel französischer Art

Jetzt sind wir wieder bei einer modernen Spindel und zwar französischer Art. Sie hat zur Abwechslung mal keine Spitze. Braucht sie aber auch nicht. Sie ist aus Birne, Douglasie und Nussbaum, ist 30,5 cm lang und wiegt 41 g.

Bulgarische Spindel blau
Bulgarische Spindel mit blauer Bemalung

Die nächsten beiden Spindeln stammen aus Bulgarien. Ich habe sie zusammen mit einer dritten (kommt noch) für wirklich wenig Geld bekommen. Generell werden über Etsy sehr viele bulgarische Spindeln in guter Qualität sehr günstig verkauft. Was so ziemlich alle bulgarischen Spindeln haben und was ich sehr mag, ist die Bemalung. Die erste Spindel ist in verschiedenen Blautönen bemalt. Sie ist 31,5 cm lang und wiegt 20 g.

Bulgarische Spindel bunt
Bulgarische Spindel bunt bemalt

Die zweite Spindel ist bunt, genauer gesagt mit roten, blauen und grünen Streifen, bemalt. Sie ist 35 cm lang und wiegt 29 g. Oft wurden/werden bulgarische Spindeln mit ansteckbaren Holzwirteln, also wie „Mittelalterspindeln“ benutzt. Etwas was definitiv auf meiner Wunschliste steht.

Dealgan
Dealgan

Weiter geht’s mit einer schottischen Spindel, auch Dealgan oder Fearsaid genannt. Dealgans erfreuen sich ja momentan großer Beliebtheit und entsprechend gibt es auch viele Drechsler, die sie herstellen. Mich erinnern viele daran an einen zu klein geratenen Knüppel. Diese Spindel hingegen mit ihrer schlanken und eleganten Art voll überzeugt. Gefertigt hat sie Neil von NiddyNoddyUK. Sie ist aus Kirsche, wiegt 36 g und ist 23 cm lang.

Die nächste Spindel ist vom Spindelstübchen (hier gibt’s mal keinen Link, da ich nicht auf unsichere Seiten verlinken möchte). Die Spindeln der Familie Matthes sind hierzulande ja sehr beliebt und teilweise recht gehypt. Testen wollte ich die Spindeln auch gerne, was sich als gar nicht so einfach herausstellte. Die meisten Modelle sind einfach nicht mein Fall. Letztlich habe ich mich für diese Kopfspindel entschieden und was soll ich sagen, sie ist eine echte Fallspindel. Sie strebt immer gen Boden. Entsprechend ist die Spitze auch nicht mehr wirklich spitz. Aber das ist ohnehin symptomatisch für Fallspindeln und kann bei vielen alten Spindeln beobachtet werden. Sie ist aus SaRaiFo Makassar Ebenholz und Zebrano, wiegt 21 g und ist 23 cm lang.

Eichel-Spindel
Eichel-Spindel

Jetzt kommen gleich mehrere Hummel-Spindeln. Als erstes haben wir eine unterstützte Spindel in Eichelform. Passenderweise wurde sie aus Eiche, aber auch Ahorn gefertigt. Sie ist 24,5 cm lang und wiegt 12 g. Die Verzierungen am Spindelstab erinnern mich an Fingerknöchel. Das war vermutlich nicht beabsichtigt, aber mir gefällt’s. Wenn’s jetzt noch echter Knochen wäre… Übrigens ein großartiges Material.

Die nächste Hummel-Spindel nennt sich Klassiker und ist quasi eine Standardform. Gefertigt ist sie aus Ahorn und Birne. Sie ist 23 cm lang und wiegt 21 g. Der Wirtel ist mit feiner Schraffur und roter und grüner Beize verziert.

Die vorerst letzte Hummel-Spindel in der Reihe, aber nicht in der Sammlung, nennt sich Intarsia. Der Name ließe es vielleicht vermuten, aber die Spindel enthält keine Intarsien. Vielmehr besteht der Wirtel aus Schichtholz aus Mahagoni und Wenge, was diesen schönen Intarsien-Effekt ergibt. Der Stab besteht wie üblich aus Ahorn. Die Spindel wiegt 23 g und ist 23 cm lang.

Lace-Spindel
Lace-Spindel

Und weiter geht’s mit einer weniger spektakulären Spindel. Einer kleinen Lace-Spindel, die ich auf der KreativWelt in Frankfurt gekauft habe. Sie ist 22 cm lang und wiegt 10 g.

Französische Spindel mit Metallspitze
Französische Spindel mit Metallspitze

Jetzt kommt wieder eine Französin. Diese hat, wie für viele französische Spindeln typisch, oben eine Metallspitze mit Haken. Sie ist noch völlig so belassen, wie ich sie erhalten habe, also mit viel Patina (auch Rost genannt) auf dem Metall. Ich bin noch etwas unschlüssig, wie ich damit verfahre. Momentan tendiere ich zu „so lassen“, da die Gefahr zu groß ist, dass ich nach Abtragen des Rosts keine Metallspitze mehr habe. Die Spindel wiegt 58 g und ist 32,5 cm lang.

Bulgarische Spindel mit roter Verzierung
Bulgarische Spindel mit roter Verzierung

Hier sind wir jetzt bei der letzten bulgarischen Spindel. Wie man auf dem großen Bild erkennt, ist sie deutlich kleiner als die anderen beiden Spindeln. Sie ist nur 25,5 cm lang und wiegt 11 g. Auch sie ist wieder mit Streifen verziert. Diesmal in rosa und orange.

Spulenspindel
Spulenspindel

Die nächste Spindel ist wieder eine Matthes-Spindel, diesmal von der Drechselwerkstatt (auch hier gibt’s keinen Link, weil die Seite unsicher ist). Mit dieser Mini-Spulenspindel habe ich über 700 g für eine Decke gesponnen. Das Ergebnis könnt ihr hier im Blog unter Und was wird das? anschauen. Spindelstab und Spule sind aus Robinie gefertigt. Die gesamt Spindel wiegt 22 g, die Spule 16 g und sie ist 22 cm lang. An sich finde ich die Idee der wechselbaren Spule ganz nett. Allerdings ist das Konzept noch verbesserungswürdig. Dadurch dass der Haken um wenige Mikrometer größer ist als der Spindelstab an dieser Stelle und somit dem Loch in der Spule, lässt sich die Spule an dieser Stelle nur sehr schwer herunterziehen. Entsprechend ist der Haken auch schon ausgebrochen und ich musste alles wieder kleben. Aus diesem Grund bestand auch noch kein Bedarf an weiteren Spulen.

Portugiesische Spindel aus Rosenholz
Portugiesische Spindel aus Palisander

Diese Spindel kennt ihr ja schon. Es ist wieder eine Portugiesin von Saber Fazer. Sie ist jedoch aus Palisander und ist daher etwas schwerer. Die Spindel ist 25 cm lang und wiegt 42 g.

Türkische Spindel
Türkische Spindel

Türkische Spindeln sind nicht nur Kreuzspindeln (und Kreuzspindeln gibt es nicht nur in der Türkei), auch diese Kopfspindel – Teşi genannt – stammt aus der Türkei. Das bemerkenswerte an ihr ist wohl ihre Machart. Anders als alle anderen Spindeln ist sie nicht gedrechselt. Der Spindelstab ist ein gerader, entrindeter Zweig und der Wirtel ist geschnitzt. Das Holz des Wirtels dürfte bei dessen Herstellung noch recht feucht gewesen sein, da er gerissen ist. Der Haken ist vermutlich, ähnlich wie bei alten Spinnrädern, ein Nagel, bei dem der Kopf entfernt wurde. Die Spindel ist 30 cm lang und wiegt 49 g.

Und hier kommt wieder eine Spindel von NiddyNoddyUK. Keine Angst, das ist die Letzte in meiner Sammlung. Sie ist eine unterstützte Spindel im tibetischen Stil mit einem Wirtel in Blütenform. Dass ich die haben musste, war ja irgendwie klar. Die Spindel ist aus Kirsche und Walnuss, wiegt 22 g und ist 28 cm lang.

Französische Spindel
Französische Spindel

Jetzt sind wir bei der letzten alten französischen Spindel in meiner Sammlung angekommen. Sie hat am oberen Ende einen Haken, ist 33,5 cm lang und wiegt 43 g.

Akha-Spindel
Akha-Spindel

Als nächstes kommt eine Akha-Spindel. Sie ist, wie man an der Beize erkennen kann, ebenfalls von StraddleCreekSpins. Der Schaft ist aus Zuckerahorn und der Wirtel aus Curly Maple mit einem Kern aus schwarzer Walnuss. Am oberen Ende besitzt der Spindelstab eine Einkerbung, durch die der Faden geführt wird. Die Spindel wiegt 13 g und ist 23 cm lang.

Phang
Phang

So langsam kommen wir zum Ende. Die nächste Spindel ist eine Phang-Spindel und wird unterstützt gesponnen. Gefertigt wurde sie von BeardedDragonsLair aus Mountain Ash (Eberesche). Sie ist 28 cm lang und wiegt 41 g.

Kopfspindel Drechselwerkstatt
Kopfspindel Drechselwerkstatt

Von den Matthes-Spindeln ist mir diese Kopfspindel von der Drechselwerkstatt die Liebste. Ich finde ihren verhältnismäßig langen Spindelstab sehr angenehm. Sie ist aus Olive und Mandelbaum, 27 cm lang und wiegt 23 g. Wie man auf dem Bild (und einigen anderen Bildern) sieht, kann man auch auf einer normalen Spindel ein schönes Knäuel wickeln und braucht dafür keine spezielle Spindel. Man muss es einfach nur tun. Hätte ich dazu den Anfang des Fadens noch so befestigt, dass er nicht im Knäuel liegt, hätte ich ihn gleich zur Hand. Aber zu einfach wollte ich es mir dann doch nicht machen.

Meine letzte Spindel von Hummel-Spindeln heißt Lektüre. Ihr Wirtel besteht aus dem Albboten in Kunstharz. Ansonsten wurden noch Betelnuss und Ahorn verarbeitet. Sie ist 31 g schwer und 23 cm lang.

Russische Spindel
Russische Spindel

Fast geschafft. Die letzte Spindel auf dem obigen Bild ist nochmal eine russische Spindel. Sie ist 31 g schwer und 32,5 cm lang. Übrigens habe ich fast alle alten Spindeln mit ein paar Ausnahmen auf Etsy gekauft. Die Auswahl ist recht groß, die Qualität gut und die Preise meist auch recht erschwinglich.

Lace-Spindel
Lace-Spindel

Eine Spindel, die nicht auf dem obigen Bild ist, ist eine Lace-Spindel, die eine liebe Freundin aus einem Holzstab und einem Holzrad aus dem Baumarkt gebastelt hat. Die Spindel ist 24,5 cm lang und wiegt 20 g. Die Freundin ist übrigens ein super Beispiel, dass man nicht zu alt sein kann, um etwas Neues zu lernen. Sie hat mit über 70 das Spinnen mit der Handspindel gelernt.

So, jetzt bin ich aber endgültig durch. Nicht aufgeführt habe ich die Anfängerspindeln. Die warten hier nur darauf, dass zu einem Spinnanfänger weiterwandern dürfen.

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